Burnout & Resilienz – was ist das?

Zwei scheinbar neue Begriffe geistern seit Jahren wie ein Schreckgespenst durch’s Land: Burnout & Resilienz. Aber kaum jemand kann mit beiden Begriffen wirklich etwas anfangen. Das liegt vielleicht auch daran, dass es weder für Burnout noch für Resilienz eine eindeutige Definition gibt. Deshalb helfen wir uns mit einer Metapher:

Burnout

csm_6823487997_765a2a9acd_o1_3be48e6222Burnout ist am besten mit einer Autobatterie zu beschreiben, die – obwohl sie die ganze Nacht aufgeladen wurde – trotzdem in der Früh keine Energie gespeichert hat und sofort wieder zusammen fällt. Menschen, die unter einem „echten“ Burnout leiden, beschreiben den Zustand als „körperlich, geistig und emotional vollkommen erschöpft“. Burnout ist ein Krankheitsbild, das im ICD-10 (International Classification of Diseases) nicht gesondert definiert, sondern unter Z 73.0 als „Ausgebrannt sein“ oder „Zustand der totalen Erschöpfung“ klassifiziert ist. Typische medizinische Diagnosen können „Erschöpfungsdepression“ o.ä. sein. Hat ein Mensch bereits eine Burnout-Diagnose erhalten, hilft nur noch der Gang zum Arzt oder Psychotherapeuten. Monatelange Therapien sind oft die Folge.

Zum Glück ist nicht jedes Gefühl von „Ausgebrannt sein“ schon eine Depression: frühzeitig erkannt kann eine Erkrankung sehr oft verhindert werden.

Resilienz

Sponge for washing utensils on hand isolated on a white background

Der Begriff kommt aus der Materialwirtschaft und beschreibt die Fähigkeit eines Stoffes, nach jeder Belastung wieder die ursprüngliche Form anzunehmen. Das vielleicht beste Beispiel für einen resilienten Werkstoff ist Schaumgummi, also z.b. der klassische Schwamm. Wird der Schwamm zusammen gedrückt, gibt er dem Druck zwar nach. Sobald aber der Druck weg genommen wird, geht der Schwamm von selbst in seinen Ausgangszustand zurück.

Resilienz beim Menschen beschreibt die Fähigkeit, nach großem Druck, Niederlagen oder Schicksalsschlägen besser und schneller wieder zur ursprünglich unbelasteten Form zurück zu finden, sich selber wieder aufzurichten.